Motorradversicherung Prozente

Unfallfreies Autofahren kann bei der Motorradversicherung jede Menge Geld sparen. Fahrer, die ein Jahr lang keine Schäden verursachen, bekommen eine durch eine höhere Schadensfreiheitsklasse einen günstigeren Beitragssatz. Ist die unfallfreie Fahrt schon jahrelang gegeben gibt es auf dem Grundtarif der Motorradversicherung hohe Prozente.

Was zählt bei der Motorradversicherung?

ProzenteWie bei der Autoversicherung gibt es auch bei der Motorradversicherung das System der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen). Angewandt wird es bei der Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung und soll Anreize für unfallfreies Fahren schaffen. Dadurch kann der Halter mit hohen Schadenfreiheitsrabatten belohnt werden. Das Konzept der SF-Klassen sieht also vor, dass je länger ein Motorradfahrer schadenfrei fährt, desto mehr kann dieser beim Versicherungsschutz durch bestimmte Rabatte auf den Grundbeitrag sparen. Die Teilkaskoversicherung für Motorradfahrer sieht jedoch keine Schadenfreiheitsklasse vor. Der Grund dafür ist, dass der Versicherungsnehmer kaum Einfluss auf das versicherte Unwetterschaden- und Diebstahlrisiko hat.

Prozente bei der Motorradversicherung sparen

Bei der Einstufung in die SF-Klassen sind die ersten Stufen für Fahranfänger vorgesehen. Bei der untersten Stufe M, der sogenannten Malusklasse, nehmen Versicherungsgesellschaften die höchsten Aufschläge auf die Grundsatzprämie. Diese Einstufung bekommt beispielsweise ein Fahranfänger nach einem Unfall, den er selbst verschuldet hat. Daraufhin folgen die Schadenfreiheitsklassen S, 0 und ½. Ist ein Motorradfahrer ein Jahr unfallfrei gefahren, kann der Versicherte in der Regel in die SF-Klasse 1 eingestuft werden.

Können Prozente übernommen werden?

Es ist möglich die Rabatte bzw. daraus resultierenden Prozente an enge Verwandte zu übertragen. Zum Beispiel könnte ein Vater an den Sohn oder der Großvater an den Enkel seine SF-Vergünstigungen abtreten. Doch dabei sollte darauf geachtet werden, dass der „Rabattgeber“ damit all seine Privilegien verliert und von der Versicherung wieder zurückgestuft wird. Der Empfänger kann dabei so viele SF-Klassen mit den entsprechenden Vergünstigungen übernehmen, wie er sie selbst hätte erlangen können. Die Übertragung der SF-Rabatte lohnt sich also nicht immer.

Schadenfreiheitsklassen auch bei Saisonkennzeichen

Motorräder mit Saisonkennzeichen erhalten die nächsthöhere SF-Klasse, wenn mindestens ein sechs monatiger Versicherungsschutz bestand. Ist die Motorradversicherung für gewisse Zeit unterbrochen worden, kann sich dies bei einem neuen Versicherungsvertrag im Falle einer neuen Einstufung auswirken. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sieht vor, dass eine Rückstufung für jedes Jahr erfolgt, in dem keine Versicherung bestand. Dies kann allerdings je nach gewählter Versicherung variieren. Jedoch wird von nahezu jedem Versicherungsunternehmen die Übernahme schadensfreier Jahre, die mehr als sieben Jahre unterbrochen wurden, ab und der Versicherte beginnt wieder als Anfänger. Beim Versicherungswechsel übernimmt die neue Versicherung den Schadenverlauf des Versicherten.

Motorrad-Versicherungsvergleich: Wie viele Prozente gibt es?

In dieser Tabelle sind die Schadenfreiheitsklassen sowie die zugeordneten „Prozente“ aufgeführt. Die Tabelle gibt einen Überblick über die Zuordnung der SF-Klassen zu den Beitragssätzen. Die Daten können je nach Versicherung etwas voneinander abweichen.

SF-Klassen
(=schadenfreie Jahre)
Beitragssatz
Haftpflicht Vollkasko
M (=Malusklasse) 140% 120% – 140%
0 (Anfänger) 100% 100%
SF ½ * 60% – 73% 80% – 89%
SF 1 50% – 56% 60% – 65%
SF 2 45% – 48% 53% – 65%
SF 3 40% – 43% 48% – 60%
SF 4 35% – 39% 44% – 50%
SF 5 35% – 36% 40% – 45%
SF 6 30% – 34% 38% – 45%
SF 7 25% – 32% 36% – 40%
SF 8 25% – 30% 34% – 40%
SF 9 25% – 29% 33% – 40%
SF 10 25% – 28% 31% – 35%
SF 11 27% 30%
SF 12 26% 29%
SF 13 25% 28%
SF 14 25% 27%
SF 15 24% 27%
SF 16 24% 26%
SF 17 23% 26%
SF 18 23% 25%
SF 19 22% 25%
SF 20 22% 22%