Motorradversicherung

Der richtige Versicherungsschutz ist für Motorrad und dem Motorradfahrer enorm wichtig. Neben der Fahrerlaubnis, einer sicheren Maschine und entsprechender Motorradschutzkleidung wird auch bei Motorädern ab einem Hubraum von über 50 ccm richtiger KFZ-Versicherungsvertrag benötigt.

Was ist bei der Motorradversicherung zu beachten?

Motorrad Haftpflicht
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Haftpflichtversicherung. Die Haftpflicht muss abgeschlossen werden, da im Falle eines Unfalls der Versicherte Schaden an der Gesundheit oder dem Eigentum einer dritten Person verursacht, auch zu ersetzen hat. Dies übernimmt dann die Motorrad-Haftpflichtversicherung.

Motorrad Teilkasko und Vollkaskoversicherung
MotorradversicherungFreiwillig sind die Teil- oder Vollkasko. Trotzdem kann eine Teilkasko-Versicherung bei Abschluss einer Motorradversicherung sinnvoll sein, da hier der Schutz vor Diebstahl gewährleistet ist. Die Teilkasko übernimmt außerdem noch Schäden durch Feuer, Glasbruch oder Vandalismus sowie Umweltschäden.

Die Vollkaskoversicherung enthält natürlich alle Leistungen der Teilkasko und zusätzlich auch am eigenen Motorrad entstandenen Schäden, die durch andere Personen verursacht worden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Fahrerflucht durch Dritte oder böswillige Handlungen.

Motorradversicherung Haftung
Wie bei der Autoversicherung haftet eine Motorrad Versicherung nicht immer. Es gibt einige Ausnahmen, wo nur beschränkt und teilweise auch gar kein Schadensersatz vom Versicherungsunternehmen übernommen wird. Dies ist der Fall, wenn extrem unvernünftiges Handeln zu Schaden geführt hat wie zum Beispiel ohne Helm oder Schutzkleidung zu fahren. Dadurch sinkt zudem das Schmerzensgeld für den Motorradversicherer oder die Zahlung wird komplett verweigert. Grober Leichtsinn des Besitzers mit Folge eines Diebstahls kann auch dazu führen dass ein Versicherungsunternehmen vom Schadensersatz zurücktritt. Der Grund dafür ist, dass die Versicherungen für die Übernahme von Schäden geeignete Vorsichtsmaßnahmen festlegen, die als Grundlage verwendet werden. Schwierig wird es außerdem für Fahrer, wenn eine Verletzung der Straßenverkehrsordnung vorliegt und der Versicherte unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss gefahren ist. Durch grobe Fahrlässigkeit drohen bei Motorradversicherungen Leistungskürzungen.

Höhe der Abdeckung der Schäden bei Motorrad-Versicherungen
Laut Gesetz gelten genau festgelegte Mindestdeckungssummen, um bei Unfällen entstandene Schäden auch rechtlich absichern zu können. Sachschäden kommen dort auf eine Summe von 500.000 Euro. Für Personenschäden je Person gibt es bis zu 2,5 Millionen Euro und bei mehreren Personen bis zu 7,5 Millionen Euro Abdeckung. Vermögensschäden belaufen sich auf 50.000 Euro. Abhängig von der gewählten Versicherung kann die die Deckungssumme auch variieren.

Regionalklasse
Die Versicherungsbeiträge hängen von der sogenannten Regionalklasse ab. Über statistische Berechnungen und Kalkulationen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft erfolgen bestimmte Einstufungen. Diese werden jedes Jahr mit Hilfe aktueller Unfallzahlen ermittelt. Einflussfaktoren, die in diese Daten miteinbezogen werden, sind unter anderem die Anzahl und Schwere der Unfälle in den Regionen. Statistisch gesehen kommt es in Ballungsgebieten wie große Städte viel häufiger zu Schäden durch Motorradunfälle. Das ist auch der Grund für dort ansteigende Beitragssätze.

Motorradversicherung Rabatte

Einige Versicherungen gewähren ähnlich wie bei Autos auch bei Motorrädern mögliche Rabatte. Zum Beispiel wenn das Fahrzeug lange in der Garage steht oder die Kilometerleistung pro Jahr konstant gleich ist. Zudem bekommen Versicherte Begünstigungen, wenn das eigene Motorrad über die gleiche Versicherung läuft wie das eigene Auto. Dann fallen nämlich günstigere Versicherungsbeiträge an. Wie in der Autoversicherung gibt es in der Motorradversicherung ebenfalls einen Schadenfreiheitsrabatt. Wer also ein Jahr unfallfrei fährt, zahlt weniger. Für einen höheren Schadensfreiheitsrabatt muss das Motorrad aber mindestens 6 Monate im Jahr angemeldet sein. Um noch mehr sparen zu können, besteht noch die Möglichkeit einer Versicherung mit Selbstbeteiligung. Zusätzlich gibt es für Beamte und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes ebenfalls gesonderte Rabatte.

Saisonzulassung preiswerter?
Das ist abhängig vom Versicherungsunternehmen. Einige Motorradversicherungen haben für saisonal zugelassene Maschinen niedrigere Beiträge, andere sind günstiger bei ganzjährig zugelassenen Motorrädern. Jedoch kommen hier die Kosten für die An- und Abmeldung hinzu. Bei einer Saisonzulassung kann der Motorradfahrer üblicherweise zwischen einer Zulassungsperiode von zwei bis elf Monaten auswählen. Über einen Versicherungsvergleich sollten verschiedene Anbieter genau unter die Lupe genommen werden.